Subjektivität:Mission Statement
Subjektivität entsteht durch die Art und Weise, wie wir etwas produzieren. Mit diesem Blog möchte ich sicht- und lesbar machen, was ich seit mehr als 10 Jahren als 'umherschweifender Produzent' angefertigt habe und weiter verfertigen werde: Analysen und Kritiken der im Westen herrschenden Politik anhand textlicher oder ikonographischer Artefakte (konkret: Plakate, Werbungen, Zeitungsartikel, Fernsehbilder).
Außerdem beschäftige ich mich mit aleatorischem Materialismus, auf den ich durch die Entdeckungen gestoßen bin, die der französische Philosoph Louis Althusser in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gemacht hat. Es geht dabei nicht nur um die Logik des Würfelwurfs, um eine nicht-determinierende Determination, sondern auch um eine ganz eigene Vorstellung von Materie, bei der kleinste Abweichungen revolutionäre Wirkungen hervorrufen können.
Schließlich interessiere ich mich aus philosophischer Perspektive für Open Source, seitdem meine Arbeitsgeräte nicht mehr mit Microsoft-Windows-Produkten betrieben werden, sondern auf Linux-Basis laufen (Ubuntu, Opie). Es handelt sich dabei um mehr als nur um die Wahl des einen oder eines anderen Betriebssystems; Open Source-Produkte unterscheiden sich qualitativ von MS. Sie entstehen in der Regel netzwerkartig, nach kapitalistischen Regeln, aber es sind dabei auch Elemente solidarischer Ökonomien mit im Spiel, die ich bemerkenswert finde.
Denn Open Source hat kompetente Userinnen und User zum Ziel, auch hier gilt ein guter alter marxistischer Grundsatz, dass erst die Praxis uns in die Lage versetzt, die Dinge zu verstehen und angemessen zu reflektieren. Probiert es also selbst aus, Hinweise findet man beispielsweise unter: www.ubuntuusers.de.
Dieses Blog hat aber auch einen physischen Ort. Es ist Teil der "Arbeitsstelle für angewandte Semiotik" mit dem Namen "semiosis", die in Wien ihre Heimstatt hat. Hier werden die eher theoretischen Überlegungen aus dem Bereich der Zeichen- und Bildwissenschaften benutzt, um praktische Probleme mit Sprache(n) und den Bezeichnungspraktiken lösen zu können, oder zumindest bearbeitbar zu machen. Die Aufgaben spannen sich von Deutsch als Fremdsprache zu erlernen, über wissenschaftliche Texte zu erstellen und zu korrigieren und reichen bis hin zu Fragen unmittelbarer, erweiterter Demokratie, in der wir niemanden mehr autorisieren, in unserem Namen zu sprechen, sondern in der wir unsere eigenen Stimmen erheben.
Hier wird sich eine solche Stimme hörbar machen.

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